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Liebe Schüler der Schulen in Wunstorf.

Mit großer Freude hab ich euren Brief bekommen und erfahren, dass ihr euch entschlossen habt, Aktionen zu organisieren um den Kindern von Akamasoa zu helfen.

Ich danke euch von ganzem Herzen und bin gerührt über eure Freundschaft und tiefe Verbundenheit.

Es ist sehr beeindruckend, dass sich die Schüler in Deutschland um Kinder kümmern, die doch so weit entfernt im Indischen Ozean leben.

Niemand kann es entschuldigen, dass Millionen Kinder in Afrika mit weniger als einem Euro am Tag leben müssen.

Selbst in Afrika und Madagaskar ist es unmöglich mit so wenig Geld zu überleben.

Aus diesem Grund können viele der Kinder weder zur Schule gehen, noch medizinisch betreut werden. Sie müssen Hunger leiden!

Alle diese Kinder können nichts für ihre große Armut und müssen doch so viel Ungerechtigkeit ertragen!

Ihr seid aufmerksam geworden, zeigt Verbundenheit und tretet für Gerechtigkeit. Das ist bemerkenswert und mit viel Hoffnung verbunden!!

Bis die verantwortlichen Politiker mehr Verantwortung zeigen und sich für die Entwicklung ihrer Länder einsetzen,

werden wir weiterarbeiten mit unseren Möglichkeiten, auch wenn diese bescheiden sind, um das Elend und das Leiden in Afrika und Madagaskar zu mindern!

Aus diesem Grund sind meine Worte an euch: Bravo und Danke für euer Engagement ein kleines Stückchen der Armut, deren erste Opfer die Kinder sind, auszurotten!

In Akamasoa haben wir es uns zur wichtigsten Aufgabe gemacht, Familien ohne Obdach aufzunehmen. Im Augenblick haben wir 172 Helfer, die sich um die Aufnahme kümmern und wir brauchen dringend Hilfe! Wir haben über 700 alte Menschen, denen es am Nötigsten fehlt. Sie brauchen Hilfe, damit ihr Leben in Würde enden kann!

Wir haben über 9000 Kinder, die auf eine Einschulung warten!

Wir müssen Arbeitsplätze für über 2500 Menschen, hauptsächlich Frauen, sichern, damit sie ihre Familien ernähren können!

Wir müssen weitere Häuser bauen und jedes Jahr über 80 Sozialunterkünfte, um den ärmsten Familien ein Obdach geben zu können!

Wir müssen für die Abwasserreinigung von gebrauchtem Wasser sorgen!

Die Menschen ohne Obdach, die wir von den Straßen und den Müllbergen aufgenommen haben, sind sehr zahlreich!

Es sind rund 17000 Menschen! Aber mit dem guten Willen der Jungen aus Deutschland und Europa können wir ihnen helfen, einen Weg aus der Armut und hin zur Menschenwürde zu finden, der ihnen die Gestaltung einer Zukunft ermöglicht.

Liebe Schüler, ich sende euch meine herzlichsten Grüße.

Père Pédro